Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Hitdorf 1428 e.V.

Mitglied im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V.


Nachkriegszeit

Auf Initiative des Präses der Schützenbruderschaft Pfarrer Peter Heitzer und des noch amtierenden Schützenkönigs Rudolf Leven trafen sich die noch lebenden Schützenbrüder am 15.01.1950 in der Gaststätte "Em Schokker". Ziel war die Weiterführung der Aktivitäten der Schützenbruderschaft auf der Grundlage der Ideale "Fur Glaube, Sitte, Heimat". Zunächst gedachten die Anwesenden der im Dritten Reich und während des 2. Weltkrieges verstorbenen fünfzehn und drei vermissten Schützenbrüdern. Mit Erleichterung wurde aufgenommen, dass das Königssilber und die Prinzenkette durch persönlichen Einsatz von Anton Gewaltig (Schießmeister) und Joseph Kappes (Präsident) über die Zeit des Nationalsozialismus und der Kriegswirren gerettet werden konnte.


Am 22.01.1950 feierte die Schützenbruderschaft in der Gaststätte "Em Schokker" bereits das Patronatsfest.


Nachdem die Instandsetzungsarbeiten der Pfarrkirche St. Stephanus, die während des Beschusses durch die Aliierten im März 1945 stark beschädigt worden war, durch die Weihe der Kirchglocken St. Stephanus, St. Josef und St. Marien am 02.08.1952 beendet waren, richtete die Bruderschaft das Bezirksbundesfest des Bezirks-Rhein-Wupper im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften am 07.09.1952 in Hitdorf aus. Das Bezirksbundesfest wurde am Vorabend mit einem Platzkonzert vor dem Rathaus eröffnet. Höhepunkt war ein zwanzig Minuten dauerndes Feuerwerk "Der Rhein in Flammen". Anschließend wurde die Fassade der Pfarrkirche St. Stephanus mit Scheinwerfern abgestrahlt und erschien in neuem Licht. Ein Bild, das seit dem 01.02.2003 durch die Initiative von Klaus Werner in den Abendstunden in Hitdorf wieder zu betrachten ist.


Joseph Hoppe übernahm mit seiner Einführung als Pfarrer der St. Stephanus Pfarre am 14.06.1956 auch das Amt des Präses der Bruderschaft. Seine erste Amtshandlung war die Einsegnung des neuen Hochstandes, den die Schützen im Hof der heutigen Stadthalle Hitdorf gebaut hatten. Für die folgenden 28 Jahre war dieser Hochstand der Ort, an dem das Traditions-, sowie Königs- und Prinzenvogelschiessen stattfand. Mit der Eröffnung des Hochstandes kamen erstmalig Kleinkalibergewehre anstelle der bislang nur zulässigen Luftgewehre zum Einsatz.


Das Jahr 1957 stand im Zeichen "100 Jahre Stadtrechte Hitdorf" und dem 50 jährigen Priesterjubiläum des ehemaligen Präses Pfarrer Peter Heitzer. Unser späterer Präsident und Ehrenpräsident Reinhard Weber wurde Schützenkönig. Schützenkönigin Käthe Weber lud erstmalig alle Schützenfrauen zu einem "Königinnen-Kaffee" ein, der so positiv aufgenommen wurde, dass die folgenden Schützenköniginnen ebenfalls diese Einladung aussprachen. In gut gepflegter Tradition ist der Königinnen-Nachmittag ein fest Bestandteil im Jahresplan.


Der Aufschwung des Traditionsschießens, der sich durch den Bau des Hochstandes eingestellt hatte, wurde durch die Aufnahme des sportlichen Luftgewehrschießens ergänzt. Gespräche mit dem Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde St. Stephanus Hitdorf führten zur Nutzung des heutigen Pfarrheims. Hier konnten unsere Mitglieder zu festgesetzten Terminen den Pfarrsaal zur Ausübung des Schießsportes nutzen und dadurch auch die Jugendarbeit intensivieren.


Mitte der siebziger Jahre wurde das Projekt zum Bau eines eigenen Schützenhauses angegangen. Wir konnten am 05.05.1984 das Richtfest feiern. Die neunziger Jahre des letzten Jahrtausends waren für die Schützenbruderschaft durch die Fertigstellung des Innenausbaues des Schützenhauses geprägt. Viele Hitdorfer Vereine haben zwischenzeitlich das Schützenhaus als Gäste der Schützenbruderschaft kennen gelernt.


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